Tobias Rausch, Mitglied der AfD, wurde am 14. Mai 2022 erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt. Er erhielt vier Stimmen mehr als die Summe der Stimmen der AfD und der BSW. Die Wahl fand im Geheimverfahren statt, sodass die genaue Herkunft der Stimmen nicht bekannt ist. Rausch, der in der AfD für den rechtsextremen Flügel bekannt ist, hat damit die führende Rolle im Landtag übernommen.

Die Wahl hat politische Wellen geworfen. Die CDU und die SPD reagierten mit Verwunderung und Kritik. Lars Klingbeil, Vizekanzler und SPD-Chef, forderte eine Klärung innerhalb der CDU. Die AfD begrüßte den Sieg als „strategischen Durchbruch“. Die Landtagspräsidentschaft ist eine wichtige Position, da sie die Leitung des Parlaments übernimmt.

Die AfD hat in Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren an Stimmen gewonnen. Rausch war bereits Mitglied des Landtages und hat sich als politischer Akteur etabliert. Die Wahl zeigt, dass die AfD in der Region eine stärkere Präsenz gewonnen hat. Die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt verändert sich. Die AfD hat nun eine führende Rolle im Landtag. Die Reaktionen der anderen Parteien zeigen, dass die Wahl eine politische Sensation darstellt.