Präsident Emmanuel Macron hat während seiner Rede bei der UN-Vollversammlung in New York scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump gerichtet. Er verwies auf die fehlenden humanitären Korridore im Gazastreifen und bezeichnete Trumps Berichte über Erfolge im Konflikt als ungenau. Macron betonte, dass keine der von Trump genannten Fortschritte in der Praxis zu sehen seien.

Zugleich warf Macron Israel vor, die Situation der Zivilbevölkerung in Gaza weiterhin zu verschlechtern. Die Rede stand im Kontext der UN-Generaldebatte, in der auch iranische und ukrainische Präsidenten ihre Positionen vertreten haben. Trumps Ansichten zu den Golanhöhen, die er in der Vergangenheit als israelische Territorien bezeichnete, wurden von Syrien als unangemessen kritisiert.

In der Debatte standen auch die Beziehungen zwischen den USA und Israel im Fokus. Trumps Erklärung, die Golanhöhen seien syrisch, wurde von syrischen Behörden als Versuch wahrgenommen, die territoriale Integrität zu schützen. Die Diskussionen spiegeln die komplexen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wider.

Die UN-Vollversammlung bot Raum für unterschiedliche Positionen, wobei Macron seine Kritik an Trumps Politik klar formuliert hat. Die Debatte unterstrich die unterschiedlichen Ansätze der internationalen Gemeinschaft im Umgang mit dem Nahost-Konflikt.