Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in New York während der UNO-Generalversammlung Israels Vorgehen im Gazastreifen und in der Westbank scharf kritisiert. Er bezeichnete das Verhalten Israels als „Verletzungen des Völkerrechts“ und „Kriegsverbrechen“, insbesondere aufgrund erzwungener Absiedlungen von Palästinensern im Westjordanland. Van der Bellen sprach während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Christian Stocker und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger am Rande der UNO-Generaldebatte.

Die Kritik von Van der Bellen folgt auf ähnliche Äußerungen von anderen internationalen Führern. Der französische Präsident Emmanuel Macron warf Israel ebenfalls Kriegsverbrechen vor und kritisierte die fehlgeschlagene Öffnung humanitärer Korridore im Gazastreifen. Israel reagierte empört auf die Kritik und warf den internationalen Führern vor, den Holocaust zu erwähnen, um ihre Position zu untermauern.

Die UNO-Generalversammlung in New York war ein zentraler Ort für internationale Diskussionen. Österreichs bevorstehende Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat stand ebenfalls im Fokus des Auftritts von Van der Bellen. Die Spannungen zwischen Israel und seinen internationalen Partnern bleiben hoch.