Bundeskanzler Friedrich Merz steht unter Druck nach den katastrophalen Landtagswahlen der CDU. Die Niederlagen in mehreren Bundesländern haben die Partei in eine Krise gestürzt, und Merz wird von innen und außen kritisiert. Trotzdem beharrt er auf seinem Reformkurs, auch wenn die Rentenpolitik zunehmend in die Kritik gerät. Die SPD, der Koalitionspartner, fordert seit Monaten Verbesserungen, und die Debatte um die Rentenreform wird immer heftiger.

Die CDU wird von verschiedenen Seiten angegriffen. Die frühere Gesundheitsministerin Lauterbach sieht in Merz einen "Moment der Einsicht" bezüglich der dualen Krankenversicherung. Gleichzeitig kritisiert die Zeitung *Zeit* Merz’ politische Entscheidungen als konservativ und veraltend. In einer Analyse betont der Publizist Roger de Weck, dass die CDU in altem Stammesdenken steckt.

In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern scheiterte die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde. Der Ministerpräsident von Sachsen, Kretschmer, fordert einen "Neustart" und "neue Wege". Die Situation ist für Merz und die CDU ungewiss. Die Zukunft der Partei hängt von der Fähigkeit ab, sich neu zu orientieren und Reformen umzusetzen.