Der russische Staat hat den im Exil lebenden Regisseur Andrei Swjaginzew als „ausländischen Agenten“ bezeichnet. Das Justizministerium gab am Freitag bekannt, dass es den Filmemacher wegen angeblicher Spionageaktivitäten angezeigt hat. Swjaginzew, der seit Jahren im Westen lebt, war für seine kritischen Filme bekannt, die oft politische Themen ansprechen. Die Behörden behaupten, er arbeite mit ausländischen Geheimdiensten zusammen. Die Anklage ist Teil einer zunehmenden Politik Russlands, bei der Künstler und Intellektuelle, die kritisch gegenüber der Regierung sind, unter Druck gesetzt werden. Die Situation hat internationale Aufmerksamkeit erregt, da viele Kritiker die Anklage als politisch motiviert betrachten. Die Zukunft von Swjaginzew bleibt unklar, bis eine endgültige Entscheidung vorliegt.