Die Sozialdemokratische Partei (SPD) hat in der Berliner Abgeordnetenhauswahl deutlich Verluste erlitten. Die Linke gewann mit einem historischen Ergebnis die Wahl, während die SPD nur noch 12 Prozent der Stimmen erhielt. Die Parteispitze wird nun von zwei Seiten unter Druck gesetzt – sowohl von der Wahlgewinnerin im Norden als auch von den Verlierern in der Hauptstadt. Zudem verpasste die ehemalige Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey den Einzug ins Abgeordnetenhaus um rund 300 Stimmen. Die SPD-Chefs müssen nun klären, wie sie sich in der neuen politischen Landschaft positionieren. Die von Spitzenkandidatin Elif Eralp geforderte Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne bleibt ein zentraler Streitpunkt. Gleichzeitig wird die SPD von einer schwelenden Antisemitismus-Debatte belastet, die Gespräche mit der Grünen Partei erschweren könnte. Die Zukunft der SPD in Berlin bleibt ungewiss.