Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, hat in ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg mehrere Initiativen vorgestellt, darunter die Integration Kanadas als „assoziiertes Mitglied“. Diese Maßnahme soll die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen der EU und Kanada stärken. Der US-Präsident Donald Trump reagierte mit einer Drohung, falls er den Schritt als „feindseligen Akt“ wahrnehme, könne er hohe Zölle verhängen oder den Handel mit Europa in vielen Bereichen einstellen.

Zusätzlich hat von der Leyen einen Gesetzesvorschlag für ein EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren vorgestellt. Die Initiative zielt darauf ab, die digitale Sicherheit und den Schutz von Jugendlichen zu erhöhen. In der Rede betonte sie auch die Notwendigkeit, Russland unter Druck zu setzen, und kündigte eine stärkere Rolle Brüssels in der globalen Politik an.

Die Diskussion um die Annäherung an Kanada und die Reaktion Trumps zeigt die Spannungen im Handels- und Politikfeld. Gleichzeitig unterstreicht von der Leyen die Bedeutung einer gemeinsamen europäischen Strategie, insbesondere in Bezug auf KI und digitale Sicherheit. Die Zukunft der EU-Kanada-Beziehung bleibt unklar, bis eine klare Antwort von Washington eintritt.