Die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. In einem internen Interview bezeichnete sie den Einsatz des Managers als „beschämend“. Cavallo warf Döllner vor, bei der Veranstaltung in Ohio eine „Wahlkampfhilfe für einen Autokraten“ geleistet zu haben.
Cavallo beschrieb das Auftritt als „voll von Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie und Verächtlichmachung der Demokratie“. Sie betonte, dass Döllner als oberster Konzern-Repräsentant auf der Bühne gestanden und aktiv für Trump geworben habe. Die Kritik richtet sich gegen die Entscheidung der Volkswagen-Gruppe, einen Manager für einen Auftritt bei Trump zu entsenden.
Der Auftritt war Teil einer Veranstaltung, bei der Trump eine Milliardeninvestition in die USA ankündigte. Döllner war dabei als Gegenstand der Kritik, da in Deutschland gleichzeitig Stellenabbau geplant wurde. Die SPD hatte den Vorwurf „Wahlkampfhilfe für einen Autokraten“ geäußert.
Der Vorfall unterstreicht die Spannungen innerhalb der Volkswagen-Gruppe zwischen der deutschen Managementebene und der US-Präsidentschaft. Die Kritik von Cavallo zeigt, wie stark die politischen Positionen der beiden Seiten sich unterscheiden. Die Situation bleibt ein Beispiel für die komplexen Beziehungen zwischen deutschen Unternehmen und US-Politik.















