Berlin und Paris haben sich auf eine Lockerung des Verbrenner-Verbots im Automobilsektor verständigt. Die beiden Länder wollen die EU-Regeln für neue Verbrenner nach 2035 weniger streng auslegen als ursprünglich geplant. Dabei mussten beide Seiten Kompromisse eingehen.

Die Vereinbarung betrifft insbesondere das CO2-Reduktionsziel für Neuwagen. Statt wie ursprünglich geplant ein Ziel von 100 Prozent zu verfolgen, soll es auf 90 Prozent reduziert werden. Zudem wollen Berlin und Paris den Anteil europäischer Autobauteile erhöhen.

Die Vereinbarung wurde zwischen Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron erzielt. Sie ist Teil eines umfassenden Auto-Pakets, das auch verschärfte „Made in Europe“-Regeln umfasst. Die beiden Länder streben dabei eine Abkehr vom vollständigen Verbrenner-Verbot an.

Die Entscheidung folgt auf eine langwandelnde Diskussion innerhalb der EU. Die Mitgliedstaaten streiten um die Geschwindigkeit, mit der der Übergang zu Elektromobilität erfolgen soll. Die neuen Regelungen sollen den Wettbewerb im Automobilsektor stärker fördern und gleichzeitig den Klimaschutz unterstützen.