Estland hat ein Transitverbot für Getreide aus Russland und Belarus durch seine Häfen beschlossen. Die Regierung begründet die Maßnahme mit der ukrainischen Kriegslogistik. Russland greife ukrainische Häfen an und verhindere damit den Export ukrainischen Getreides.

Aussenminister Margus Tsahkna betonte, es sei zynisch, Russland gleichzeitig den Export seines eigenen Getreides über estnische Häfen zu gestatten. Estland werde dies nicht zulassen und verhänge deshalb nationale Sanktionen. Die Entscheidung folgt auf eine Erklärung der Regierung, wonach russisches Getreide nicht über estnische Gebiete transportiert werden darf.

Die Maßnahme ist Teil einer Reihe von Sanktionen gegen Russland. Die EU und die NATO haben bereits Maßnahmen ergriffen, um den russischen Getreideexport zu erschweren. Estland will damit den ukrainischen Getreideexport unterstützen und gleichzeitig den russischen Export blockieren. Die Entscheidung hat Auswirkungen auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Estland und Russland.