Die G7-Länder haben beschlossen, ihre Ölreserven zu erhöhen, um eine mögliche Dieselknappheit in Europa zu vermeiden. Die Entscheidung folgt auf steigende Sorgen vor einer Versorgungskrise, die durch globale Lieferengpässe und politische Spannungen ausgelöst wurde. Laut den offiziellen Angaben der G7-Präsidentschaft wird die zusätzliche Lagerung von Rohöl und Diesel ab 2027 beginnen.

Die Europäische Union hat in den letzten Monaten mehrere Berichte über eine mögliche Versorgungsschwierigkeit im Bereich fossiler Brennstoffe erhalten. Insbesondere die Abhängigkeit von Importen aus Russland und der Verlangsamung der Lieferungen durch die Ukraine-Krise haben die Situation verschärft. Die G7-Regierungen haben sich darauf verständigt, ihre strategischen Ölreserven um 100 Millionen Barrel zu erhöhen.

Die Krise hat ihre Wurzeln in den letzten Jahren. Die zunehmende Reduktion der fossilen Brennstoffproduktion in Europa, die Erneuerbarenquoten und die Abhängigkeit von Importen haben die Energiepolitik der EU in eine Richtung gedrängt, die nun als risikobehaftet erachtet wird. Die G7-Entscheidung ist ein Versuch, die Energieversorgungssicherheit zu stärken, ohne den Klimaschutz zu gefährden. Die genaue Umsetzung der Reserven wird jedoch noch im nächsten Jahr diskutiert.