Die Evakuierung von Oleschky, einer von russischen Truppen besetzten Stadt im Süden der Ukraine, ist abgeschlossen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind die geretteten Bürger über die Grenze nach Tschernihiw in die Ukraine eingetreten. Die Aktion, die von ukrainischen und russischen Behörden koordiniert wurde, umfasste 25 Busse, die Menschen aus der Stadt transportierten. Einige der Evakuierten sind bereits in Belarus angekommen, um anschließend in die Ukraine weiterzureisen.

Die Evakuierung war eine Seltenheit, da Oleschky von der Außenwelt abgeschnitten war. Die Bewohner lebten ohne Strom und ohne Essen. Die Kooperation zwischen ukrainischen und russischen Behörden ermöglichte die Rettung der Menschen. Laut russischen Militärangaben wurden die Flüchtlinge aus der Schwarzmeer-Stadt Anapa abgeflogen und nach Gomel in Belarus gebracht, wo sie weiter in die Ukraine reisen sollen.

Die Evakuierung aus Oleschky markiert eine besondere Kooperation zwischen den Konfliktparteien. Es war die größte gemeinsame Aktion seit Beginn des Krieges. Die Situation in Oleschky war besonders schwierig, da die Stadt von russischen Truppen besetzt war und die Bewohner aufgrund der Kämpfe isoliert waren. Die Evakuierung zeigte, dass es trotz der Spannungen zwischen den Seiten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gibt.