Die Außenminister der G20-Runde haben in Atlanta das traditionelle Familienfoto mit Russland abgebrochen. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hatte zunächst keine Einwände gegen das Bild geäußert, änderte seine Meinung jedoch später. Dieses Signal gilt als Antwort auf die politische Situation zwischen den G20-Ländern und Russland.

Die Beratungen in Atlanta, die am Samstag stattfanden, dienten der Vorbereitung auf den Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Miami im Dezember. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Versorgungsketten und andere Themen, die oft mit Russland oder China verbunden sind. Es wurde erwartet, dass keine gemeinsame Erklärung abgegeben wird.

Der Verzicht auf das Familienfoto wird als Zeichen für den diplomatischen Druck auf Russland interpretiert. Die Außenminister hatten bereits vor dem Treffen angekündigt, dass es voraussichtlich keine gemeinsame Abschlusserklärung geben werde. Die Entscheidung zeigt, wie sensibel die Beziehungen zwischen den G20-Ländern und Russland im Moment sind. Die Abstimmung auf dem Gipfel in Miami wird als weiterer Test für die internationale Zusammenarbeit angesehen.