Die Evakuierung von Oleschky, einer von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt im Süden der Ukraine, ist abgeschlossen. Mit 25 Bussen wurden Menschen aus der Frontstadt in Richtung Belarus gebracht. Ein Teil der Evakuierten ist bereits in Belarus angekommen, um in die Ukraine weiterzureisen. Die Kooperation zwischen der Ukraine und Russland wurde als seltenes Lichtblick beschrieben.

Die Aktion war die größte gemeinsame Evakuierung seit Beginn des Krieges. Die Bewohner von Oleschky hatten bislang kaum Zugang zu Nahrung oder Strom. Die Evakuierung wurde durch eine von der US-First-Lady Melania Trump vermittelte Initiative angestoßen. Die Menschen mussten eine Reise über Russland und Belarus antreten, was viele Sorgen auslöste.

Die Situation in Oleschky war bislang von einer Waffenruhe geprägt. Die Evakuierung markiert einen Wendepunkt. Laut russischen Angaben könnten noch tausend Menschen in der Stadt bleiben. Die EU-Außenbeauftragte warf dem russischen Außenminister Lügen über die Lage in Oleschky vor. Die Aktion wird als humanitäre Hilfe bewertet, doch die politische Spannung bleibt hoch.