Arbeitgeber in Deutschland erwarten von jungen Ingenieuren im Zeitalter der KI mehr Fachwissen und die Fähigkeit, KI-Ergebnisse zu hinterfragen, zeigt eine Umfrage der RWTH Aachen. Die Studie unterstreicht, dass KI bereits viele Aufgaben übernimmt, die traditionell im Ingenieurstudium trainiert werden. Experten betonen, dass die Ausbildung sich anpassen muss, um den Bedürfnissen der Industrie zu entsprechen.

Die Befragung von 150 Unternehmen ergab, dass 78 Prozent der Befragten mehr technisches Know-how von Nachwuchsingenieuren verlangen. Gleichzeitig wünschen sich 65 Prozent der Unternehmen, dass junge Ingenieure kritisch mit KI-Systemen umgehen können. Einige Arbeitgeber warnen, dass die Fähigkeit, KI-Ergebnisse zu hinterfragen, entscheidend für die Zukunft der Branche sei.

Die RWTH Aachen betont, dass die Weiterbildung und Anpassung der Ingenieurausbildung an die KI-Technologie eine Priorität sei. Die Studie zeigt, dass die Ausbildung nicht nur theoretische Kenntnisse vermitteln, sondern auch praktische Fähigkeiten im Umgang mit KI-Systemen fördern müsse. Die Ergebnisse der Umfrage sind Teil einer laufenden Diskussion über die Zukunft der Ingenieurausbildung in Deutschland.