Der Koalitionsausschuss der CDU, CSU und SPD hat am Mittwochabend erneut getagt, nachdem die Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt die Spannungen zwischen den Parteien verschärft hat. Die Fraktionsspitzen gaben sich nach dem Treffen entschlossen, betonten aber zugleich den gestiegenen Druck innerhalb der Koalition. Die Sitzung endete nach vier Stunden, wobei Details erst am Donnerstag bekannt werden. Die Situation belastet die Regierung unter Kanzler Merz, da die Wahl des AfD-Politikers mutmaßlich mit Stimmen aus der CDU erfolgte. Politikexperten wie Albrecht von Lucke warnen, dass ein Ende der Koalition „aberwitzig und verheerend“ wäre und die SPD sowie die CDU stark schädigen würde. Zudem wird ein ähnlicher Krisenmoment wie im Jahr 1930 erneut diskutiert. Die Koalitionsspitzen betonen, dass sie den Druck wahrnehmen, doch die Zukunft bleibt unklar. Die politische Situation wird weiter beobachtet.