Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat in ihrer aktuellen Koalitionsvereinbarung die Förderung von KI und Digitalisierung als zentrales Thema aufgenommen. In einem gemeinsamen Memorandum legen die drei Regierungsfraktionen – SPD, CDU und Die Linke – einen Sparplan und Investitionsrichtlinien vor, die den Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die Einführung von KI-Technologien in öffentlichen Dienstleistungen und Wirtschaft fördern sollen.

Die Koalition plant, bis 2027 jährlich 50 Millionen Euro in KI-Projekte und digitale Innovationen zu investieren. Dabei sollen insbesondere die Bereiche Gesundheitswesen, Bildung und Verwaltung priorisiert werden. Ein zentrales Projekt ist die Einführung von KI-gestützten Diagnose-Tools in den Krankenhäusern, um die Effizienz und Genauigkeit der medizinischen Versorgung zu steigern.

Die Digitalisierung der Verwaltung wird als Schlüssel zur Verbesserung der Bürgerdienstleistungen angesehen. Die Regierung plant, bis 2027 eine zentrale digitale Plattform einzurichten, über die Bürgerinnen und Bürger online auf Behördendienstleistungen, Steuern und Sozialleistungen zugreifen können. Zudem sollen KI-Systeme in der Verwaltung eingesetzt werden, um Prozesse zu beschleunigen und Fehler zu reduzieren.

Die Entscheidung folgt auf eine umfassende Analyse der digitalen Infrastruktur des Landes, die im Jahr 2025 durchgeführt wurde. Dabei zeigte sich, dass Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern in einigen Bereichen hinterherhängt. Die Regierung betont, dass die Investitionen nicht nur die digitale Transformation beschleunigen, sondern auch Arbeitsplätze und Wachstum im Land fördern.