Die serbische Regierungspartei SNS unter der Führung von Aleksandar Vučić hat in den Parlamentswahlen am 17. November 2023 ihre erste parlamentarische Niederlage seit 2000 erlitten. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,7 Prozent, was einen Rückgang im Vergleich zu den letzten Wahlen 2016 um 4,2 Prozent bedeutet. Die SNS erhielt 34,7 Prozent der Stimmen, was ihr 128 Mandate einbrachte. Damit verlor die Partei ihren absoluten Mehrheitsstatus.
Die oppositionelle Partei SNSP, die von Vuk Jeremić geführt wird, erreichte mit 23,5 Prozent der Stimmen 85 Mandate und wurde zur zweitgrößten Kraft im Parlament. Die Partei „Zajedno“ unter der Führung von Zoran Živković erhielt 13,8 Prozent und 49 Mandate. Die Partei „SNS“ verlor zudem mehr als 10 Prozent der Stimmen im Vergleich zu den letzten Wahlen.
Die Ergebnisse markieren einen signifikanten politischen Wandel in Serbien. Analysten bezeichnen die Niederlage als historischen Moment, doch sie erwarten, dass der politische Umbruch sich langsam entwickeln wird. Der Politikwissenschaftler Bojan Vranić betont, dass die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung eine neue politische Landschaft verlangt, aber einen schnellen Wandel nicht unbedingt erwarten.
Die Wahl hat auch gezeigt, dass die Wähler eine breitere Palette an politischen Optionen anbieten. Die Ergebnisse könnten zu einer Neuausrichtung der politischen Landschaft im Land führen, doch die konkreten Auswirkungen werden in den nächsten Monaten abgeklärt werden.



























