Die Parlamentswahl in Serbien hat am Sonntag einen tiefen politischen Wandel eingeleitet. Die Studentenbewegung, die seit Jahren gegen die langjährige Herrschaft von Aleksandar Vucic protestiert, hat eine absolute Mehrheit erzielt. Die Unabhängigen Wahlbeobachter bestätigten den Sieg der Studentenliste, die den langjährigen Machthaber Vucic herausgefordert hatte. Vucic gab noch vor der Verkündung der ersten Ergebnisse überraschend seine Niederlage zu. Die Wahlbeteiligung war so hoch wie noch nie seit dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1992.

Die Studentenliste erreichte laut Beobachtern eine klare Mehrheit im Parlament. Dies markiert einen Wendepunkt in der serbischen Politik. Vucic, der seit 14 Jahren die Regierung leitete, hat seine Macht verloren. Die Protestbewegung der Studierenden wuchs in den letzten Jahren zu einer starken politischen Kraft. Sie forderte Reformen und bessere Bildungschancen. Die Wahl zeigt, wie groß die Unzufriedenheit mit der Regierung ist.

Die Parlamentswahl war die erste seit dem Ende der Jugoslawien-Zerfall. Die Beteiligung war historisch hoch. Die Studentenliste gewann mit einem klaren Vorsprung. Vucic gab seine Niederlage zu, obwohl die Ergebnisse noch nicht vollständig ausgewertet waren. Die Stimmung in Serbien war euphorisch. Die Bewegung der Studierenden hat damit den Einfluss der Regierung gestärkt. Die Zukunft Serbiens steht vor einer neuen politischen Ära.