In Paris wurde ein rassistischer Angriff auf eine Person mit tödlichem Ausgang und Verletzungen von fünf weiteren Menschen gemeldet. Der Täter, der im Westen der Stadt handelte, stand während der Tat unter Drogeneinfluss, wie die Ermittler mitteilten. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bezeichnete den Vorfall als rassistischen Terroranschlag.
Die Polizei setzte in der Folge verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ein. Innenminister Gérard Collomb gab bekannt, dass bis zu 70.000 Beamte an der Sicherung der Demonstrationen beteiligt waren. In Paris blieb es weitgehend ruhig, während in Lyon und anderen Städten Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt wurden.
Bereits kurz nach dem Anschlag wurden in der Wohnung des Beschuldigten Schriften wie „Mein Kampf“, der Koran und die Bibel gefunden. Die Ermittler untersuchen, ob diese Texte einen Einfluss auf den Täter hatten. Die Demonstrationen, die am Tag des Anschlags stattfanden, zogen bis zu 100.000 Teilnehmer an. Dabei wurden 135 Menschen festgenommen, ohne dass es zu grösseren Zwischenfällen kam.
Die Demonstrationen sind Teil einer breiten Protestwelle, die auf rassistische Vorfälle und soziale Ungleichheiten in Frankreich reagiert. Die Polizei versucht, die Versammlungen zu kontrollieren, während die Demonstranten für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit auf die Straße gehen.






















