Die belgische Verteidigungsministerin hat in einem Interview mit Euronews kritisiert, dass Europa zu lange auf Soft Power statt auf militärische Verteidigung vertraue. Sie betonte, dass die Sicherheit der EU nicht nur durch diplomatische Mittel, sondern auch durch eine starke militärische Präsenz gewährleistet werden könne.

In der Unterredung betonte sie, dass die EU in den letzten Jahren zu sehr auf diplomatische und wirtschaftliche Mittel verlassen habe. Dies, so sagte sie, habe dazu geführt, dass die militärische Fähigkeit der Union geschwächt worden sei. Sie warnte vor einer zu geringen Investition in Verteidigungsprojekte und forderte eine stärkere Koordination der nationalen Streitkräfte.

Die Ministerin verwies auf die aktuelle Sicherheitslage in Europa, insbesondere auf die zunehmende Aktivität von Russland und die Unsicherheit im Nahen Osten. Sie betonte, dass die EU nicht auf die USA angewiesen sei, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Stattdessen müsse die Union ihre eigene militärische Fähigkeit stärken, um auf Herausforderungen reagieren zu können.