Linke, Grüne und SPD in Berlin haben ihre Sondierungen zur Regierungsbildung abgeschlossen. Die drei Parteien wollen nun Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Im Zentrum steht ein Plan zur Vergesellschaftung großer privater Wohnungskonzerne. Private Wohnungskonzerne sollen künftig höchstens 10.000 Wohnungen in Berlin besitzen dürfen. Größere Wohnungsbestände sollen vergesellschaftet werden.

Die Sondierungen wurden vier Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus abgeschlossen. Die Gespräche wurden überschattet von Antisemitismusvorwürfen gegen einzelne Mitglieder der Linken. Die Parteigremien werden nun der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorgeschlagen. Die Finanzierung der Pläne wird noch diskutiert.

Die drei Parteien haben ein gemeinsames Sondierungspapier vorgelegt. Darin sind Vorhaben zur Wohnungspolitik, Bildung und Antisemitismus enthalten. Die Vergesellschaftung soll im großen Stil erfolgen. Die Pläne umfassen auch Neubauten und weniger Ausgaben. Die drei Parteien wollen zum Jahreswechsel mit der Umsetzung beginnen.