Die drei Parteien haben ihre Sondierungsgespräche in Berlin erfolgreich abgeschlossen und legen nun ihre Pläne für eine mögliche Regierungsbildung vor. Die Linke, die Grünen und die SPD wollen gemeinsam eine Regierung bilden und die Zukunft der Hauptstadt gestalten. Ein zentrales Thema der Gespräche war die Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen. Private Wohnungskonzerne sollen künftig höchstens 10.000 Wohnungen in Berlin besitzen dürfen. Größere Wohnungsbestände sollen vergesellschaftet werden.

Die Parteien haben sich darauf verständigt, dass Wohnungsunternehmen mit mehr als 10.000 Wohnungen enteignet werden. Die Finanzierung der Maßnahmen wird noch klargestellt. Die Sondierer versprechen, dass die Vergesellschaftung im großen Stil beginnen wird. Die Planung soll ab dem Jahreswechsel starten.

Die Koalition aus Linke, Grünen und SPD hat bereits in der Vergangenheit bei verschiedenen Themen gesondert gesprochen. Zuletzt war die SPD-Chef Krach skeptisch gegenüber der Enteignung großer Wohnungsbestände. Doch in den Sondierungsgesprächen hat sich die Position geändert. Die Parteien wollen nun gemeinsam eine Regierung bilden und die Stadt Berlin in eine neue Richtung führen. Die Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen wird als ein zentraler Punkt der neuen Regierungspolitik angesehen. Die Maßnahmen sollen langfristig die Wohnungspreise stabilisieren und die Wohnungsverfügbarkeit erhöhen.