Der kanadische Außenminister Chrystia Freeland hat am Dienstag vorgeschlagen, ein Unabhängigkeitsreferendum in der Region Labrador durchzuführen, was als Reaktion auf angebliche Versuche von US-Präsident Donald Trump angesehen wird, Kanada von den Vereinigten Staaten zu trennen. Freeland erklärte, dass die US-Regierung unter Trump in den letzten Monaten eine Politik verfolge, die „die Beziehungen zwischen Kanada und den USA untergrabe“.

Laut einer Mitteilung des kanadischen Außenministeriums wird das Referendum in der Region Labrador, die im Norden Kanadas liegt, in den kommenden Monaten stattfinden. Die Regierung von Premierminister Justin Trudeau hat die Initiative unterstützt, jedoch mit der Bedingung, dass die Ergebnisse des Referendums in der kanadischen Gesellschaft diskutiert werden.

Carney, der ehemalige Chef der kanadischen Regierung, warnte in einer Pressekonferenz, dass Trumps Politik in den letzten Monaten eine „Krise in der bilateralen Beziehung“ zwischen den beiden Ländern ausgelöst habe. Er betonte, dass die US-Regierung unter Trump eine „gezielte Strategie“ verfolge, um Kanada von den Vereinigten Staaten zu isolieren.

Die Spannungen zwischen den USA und Kanada haben sich in den letzten Wochen verschärft, insbesondere im Zusammenhang mit Handelsstreitigkeiten und der Rolle Kanadas in internationalen Fragen. Die kanadische Regierung hat in den letzten Wochen mehrere diplomatische Briefe an die US-Regierung gesandt, um die Beziehungen zu stabilisieren.