Trump hat angekündigt, russisches Dieselöl in den USA zu importieren, was eine Kehrtwende gegenüber US-Sanktionen gegen Russland darstellt. Plant der US-Präsident zunächst mehr als 300.000 Tonnen russischen Diesels zu importieren, mit der Aussicht auf weitere Lieferungen. Die Entscheidung erfolgt im Kontext der Ukraine-Krise, in der die USA bislang Sanktionen gegen Russland verhängt haben.

Die Ankündigung wurde von ukrainischen Regierungsvertretern kritisiert. Der ukrainische Präsident Selenskyj begründete seine ablehnende Haltung mit der Gefahr, dass die Lieferungen den russischen Kriegsversorgungssystemen zugutekommen könnten. Zudem wurde der Schritt von ukrainischen Unterhändlern als unklug bewertet, da er den diplomatischen Druck auf die Ukraine verringern könnte.

Die Entscheidung von Trump folgt auf eine kurzfristige Lockerung von Sanktionen, die von der US-Regierung vorübergehend angewandt wurde. Dieses Vorgehen wird als ungewöhnlich angesehen, da es gegen die allgemeine Politik der US-Regierung zur Eindämmung von Russland verstößt. Die ukrainischen Unterhändler betonten, dass die Gespräche mit Trump zwar konstruktiv verlaufen, doch die Diesel-Lieferungen als unverhältnismäßig und schädlich für die Ukraine angesehen werden.

Die Entscheidung hat internationale Reaktionen ausgelöst. Die EU und andere NATO-Länder haben die Maßnahme kritisiert, da sie als Verstoß gegen die Sanktionen und als Unterstützung für Russland gewertet wird. Die ukrainische Regierung betont, dass die Lieferungen den Kriegsversorgungssystemen von Russland zugutekommen und somit die militärische Lage verschärfen könnten.