Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Martin Jäger, hat vor einer gefährlichen Konfrontation mit Russland gewarnt. In einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags betonte Jäger, dass Russland einen „Schattenkrieg“ gegen Deutschland führe. Dieser Krieg sei nicht offensichtlich, aber seine Auswirkungen seien real. Jäger betonte, dass Deutschland in Gefahr sei, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten.
Die Warnung des BND-Chefs folgt auf Berichte, wonach Russland Pläne über die Ukraine hinaus verfolge. Außenminister Wadephul sah ebenfalls „weitergehende Pläne“ des Kremls und warnte Moskau vor einer Eskalation, die ein „unkalkulierbares Risiko“ darstellen würde. Jäger erklärte, dass die Konfrontation mit Russland eine „neue, gefährlichere Qualität“ habe.
Der BND-Chef entkräftete zugleich Argumente, die die militärische Unterstützung der Ukraine in Frage stellten. Er betonte, dass die Warnung nicht dazu diene, die Ukraine zu rechtfertigen, sondern um die Sicherheit Deutschlands zu schützen. Die Befugnisse der deutschen Geheimdienste wurden in den letzten Monaten erweitert, um besser auf den Schattenkrieg zu reagieren.
Der Schattenkrieg umfasst Cyberangriffe, Propaganda und gezielte Sabotageakte. Jäger betonte, dass die Gefahr nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Deutschland selbst besteht. Die Lage sei kritisch, und die deutsche Sicherheitspolitik müsse sich entsprechend anpassen. Die Warnung des BND-Chefs hat in der Politik und in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erregt.





















