Frankreichs Regierung hat nach weiteren Schulprotesten am Dienstag erneut zu Mäßigung aufgerufen. 528 Schulen waren am Dienstag ganz oder teilweise geschlossen, nachdem Studenten und Lehrkräfte erneut Demonstrationen organisiert hatten. Präsident Emmanuel Macron betonte in einer Rede, dass die Situation angespannt sei, aber eine Eskalation vermieden werden müsse.

Die Proteste, die in den letzten Tagen in verschiedenen Regionen stattfanden, wurden von Studenten und Lehrkräften organisiert, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine geringere Arbeitsbelastung einsetzen. Die Polizei berichtete von gewalttätigen Auseinandersetzungen an mehreren Standorten, wobei keine Verletzten gemeldet wurden. Macron forderte die Demonstranten dazu auf, die Demonstrationen friedlich zu gestalten und die Polizei zu respektieren.

Die Proteste sind Teil einer längeren Bewegung, die sich in den letzten Monaten in Frankreich verstärkt hat. Die Studenten kritisierten die Arbeitsbedingungen in den Schulen und forderten eine Reduzierung der Unterrichtszeiten sowie eine bessere Bezahlung für Lehrkräfte. Die Regierung hatte bereits vor einigen Wochen Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu beruhigen, darunter die Aussetzung von Blendgranaten bei Polizeieinsätzen. Die aktuellen Demonstrationen zeigen, dass die Spannung zwischen den Demonstranten und der Regierung weiterhin hoch ist.