Der Euro hat am Dienstag einen neuen Tiefststand seit 17 Monaten erreicht. Die Währung fiel auf 1,0555 US-Dollar, was einen Rückgang von 0,3 Prozent bedeutet. Analysten verweisen auf den Verkaufsdruck aus Japan als einen der Hauptfaktoren. Die dortige Währungspolitik wird als zu locker angesehen, was zu einem Verlust von 0,6 Prozent gegenüber dem Yen führt.

Zusätzlich spielen steigende US-Renditen eine Rolle. Die Zinssätze in den USA stiegen nach schwachen Arbeitsmarktdaten, was Investoren in den Dollar lockt. Frankreichs Währungspolitik wird als einer der Gründe genannt, der den Verkauf des Euros aus Japan beeinflusst. Die Zentralbank in Paris hat in den letzten Monaten eine stabile Politik verfolgt, was aber nicht ausreicht, um den Druck aus Tokio zu neutralisieren.

Die Situation hat Auswirkungen auf den internationalen Handel. Die Abwertung des Euros könnte zu höheren Importkosten für Frankreich führen. Zudem wird die Währungsschwäche in Europa als Risikofaktor für die Wirtschaft angesehen. Die Zentralbanken in Europa müssen nun überlegen, ob zusätzliche Maßnahmen notwendig sind, um die Stabilität der Währung zu sichern.