Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein Herausforderer Gadi Eisenkot kämpfen um die Regierungsernennung nach der Parlamentswahl in Israel. Die Ergebnisse der Nachwahlbefragungen zeigen, dass Netanjahu mit etwa 50 Sitzen leicht vor Eisenkots Block liegt, der mit 52 bis 53 Sitzen hauchdünn hinter ihm zurückbleibt. Für eine absolute Mehrheit in der 120-köpfigen Knesset sind 61 Sitze nötig.

Netanjahu hat sich zuversichtlich gezeigt, auch künftig die Regierung anzuführen. Er droht mit dem Verlust der Mehrheit, wenn arabische Parteien, die deutliche Zugewinne verzeichneten, nicht in seine Regierung eingebunden werden. Diese Parteien könnten in der Pattsituation zum Königsmacher werden. Netanjahu will das unbedingt verhindern.

Die Likud-Partei, zu der Netanjahu gehört, ist laut Prognosen die stärkste Kraft. Das Lager Eisenkots holt jedoch insgesamt mehr Sitze. Die Wahlbeteiligung war hoch, und die Ergebnisse sind unklar. Die politische Zukunft Israels hängt nun von der Fähigkeit der Parteien ab, eine Regierung zu bilden.

Die Situation hat Auswirkungen auch auf Deutschland, da die politische Stabilität Israels für internationale Beziehungen von Bedeutung ist. Die Ergebnisse der Wahl werden die nächste Regierung und die politische Landschaft im Land prägen.