Die Wahl in Israel am 23. September 2022 gilt als entscheidend für die Zukunft des Landes. Premierminister Benjamin Netanjahu versucht mit einer Strategie der Angstmache seine Machtposition zu stabilisieren. Gegen ihn kämpft sein Herausforderer Gadi Eisenkot, der eine politische Neuorientierung anstrebt. Die Wahl wird als Schicksalswahl bezeichnet, da sie den Beginn einer neuen Ära in der israelischen Politik markieren könnte.
Netanjahu, der seit 2009 im Amt ist, setzt auf eine Konservativierung seiner Regierung. Er nutzt die Angst vor einer Gefährdung der Sicherheit und der Demokratie, um seine Wähler zu gewinnen. Eisenkot hingegen betont die Notwendigkeit einer politischen Veränderung und einer stärkeren Zusammenarbeit mit den arabischen Parteien. Die arabische Liste Raam könnte eine entscheidende Rolle spielen, da sie in der Vergangenheit als Königsmacher fungiert hat.
Die Wähler, insbesondere Auslandsisraelis, reisen in die Heimat, um ihre Stimme abzugeben. Zehntausende wählen aus Sorge um die Demokratie. Die politische Landschaft ist eng umkämpft, und die Ergebnisse könnten weitreichende Folgen haben. Die Wahl ist nicht nur ein politisches Ereignis, sondern auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Spannungen in Israel.


























