Flávio Bolsonaro, brasilianischer Präsidentschaftskandidat, hat die Niederlage in der Stichwahl gegen Luiz Inácio Lula da Silva eingeräumt. Die Partei von Bolsonaro gab den Widerstand gegen das Wahlergebnis auf und erkennt den Sieg von Lula an – unter Vorbehalten. Die Entscheidung folgt auf die Verluste in der ersten Wahlrunde im Oktober.

Bolsonaro will nun die Wahlkampfstrategie von Lula juristisch prüfen lassen. Zuvor hatte Donald Trump noch von möglicher Wahlmanipulation gesprochen. Die Partei von Bolsonaro änderte ihre Strategie nach den Präsidentschaftswahlen.

Bolsonaro muss wegen eines Geldwäscheverfahrens seine Pässe abgeben und darf Brasilien nicht verlassen. Eine Ausreisesperre wurde gegen ihn verhängt. Er selbst spricht von einem Einschüchterungsversuch.

Die Wahlkampfprüfung von Lula durch Bolsonaros Partei könnte rechtliche Konsequenzen haben. Die Partei von Bolsonaro räumte die Niederlage ein, doch die vollständige Akzeptanz des Ergebnisses bleibt unklar.

Die Präsidentschaftswahl in Brasilien war von Spannungen geprägt. Lula gewann die Stichwahl, doch Bolsonaro weigerte sich zunächst, die Niederlage anzuerkennen. Die Partei von Bolsonaro gab schließlich den Widerstand auf, doch die vollständige Anerkennung des Ergebnisses bleibt fraglich.