Die oppositionelle Studentenliste (SL) hat die vorgezogene Parlamentswahl in Serbien am Sonntag überraschend klar gewonnen. Die SL, eine junge politische Kraft, erhielt eine deutliche Mehrheit im Abgeordnetenhaus und hat damit die Macht in Belgrad übernommen. Die Wahl, die aufgrund der politischen Unruhen im Land vorzeitig ausgetragen wurde, zeigte eine klare Unterstützung für die Bewegung, die sich für Reformen und mehr Demokratie einsetzt.

Die SL, die in den letzten Jahren eine zunehmende Unterstützung unter der jungen Bevölkerung gewonnen hat, setzt sich für eine transparente Regierung und eine stärkere Integration in die Europäische Union ein. Die Bewegung war bislang auf lokale und studentische Aktivitäten beschränkt, doch die Wahl hat sie nun in eine nationale politische Kraft verwandelt. Die Regierungsform bleibt jedoch noch unklar, da die SL keine klare Regierungskoalition gebildet hat.

Die EU hat nach der Wahl ihre Unterstützung für die neue Regierung angekündigt und fordert von Serbien eine klare Außenpolitik. Zwar bleibt Russland und China als traditionelle Partner, doch die EU hofft auf eine stärkere politische Ausrichtung in Richtung Westen. Die neue Regierung wird nun vor der Herausforderung stehen, die Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen und gleichzeitig eine stabile politische Situation zu schaffen.