Das Schweizer Parlament hat am Mittwoch eine vorsorgliche Versicherungslösung im Falle schwerer Erdbeben abgelehnt. Der Nationalrat entschied mit 99 zu 84 Stimmen und 8 Enthaltungen gegen eine entsprechende Vorlage. Dieser Beschluss folgt dem Entscheid des Ständerats, der die Lösung bereits abgelehnt hatte. Die Versicherungslösung war darauf ausgelegt, Schäden durch Erdbeben zu decken, doch sie wurde nicht in der Schweiz umgesetzt. Die Debatte um die Versicherung war umstritten, da sie finanzielle Belastungen für die Versicherungsgesellschaften und die Steuerzahler mit sich brachte. Die Regierung hatte die Vorlage vorgeschlagen, um Risiken im Falle von Naturkatastrophen zu verringern. Die Abstimmung markiert einen weiteren Schritt in der Diskussion über Risikovorsorge und staatliche Unterstützung im Katastrophenfall.