Ein schweres Zugunglück hat Spanien erschüttert. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten nahe Toledo, was zu mindestens 69 Todesfällen führte. Die genaue Ursache der Kollision wird derzeit untersucht, wobei Ermittler den Fahrdatenschreiber der beteiligten Züge bergen. Laut Berichten vermuten die Behörden, dass ein Zug mit bis zu 200 Stundenkilometern auf einen stehenden Zug prallte. Die genaue Rekonstruktion der Unfallstelle wird durch die Daten des Schreiber ermöglicht.

Die Katastrophe folgt auf ein weiteres Unglück im Januar, bei dem ebenfalls mehrere Menschen starben. Der Verkehrsminister Óscar Puente steht nun unter Druck, da seine Bilanz als verheerend eingeschätzt wird. Die Spanier verlieren das Vertrauen in die Sicherheit des Schienennetzes. Die Opfer umfassen auch eine junge Athletin, die zuletzt in Berlin lebte. Die Familie der Verstorbenen sowie die Bevölkerung trauern um die Toten.

Der spanische König Felipe VI. Und Königin Letizia besuchten Verletzte im Krankenhaus in Toledo. Die Rettungskräfte durchsuchen weiter das Wrack, um weitere Überlebende zu finden. Die Nation hat eine Schweigeminute für die Opfer eingeführt. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Ausfall des LZB, Funkanweisungen der Leitstelle in Madrid und eine minutengenaue Rekonstruktion der Unfallstelle. Die genaue Ursache der Kollision bleibt bislang unklar.