Am frühen Morgen nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Mann aus dem Kleingartenverein, wurde am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz getötet. Laut ntv-Reporter Daniel Spliethoff stand der Täter am Tatort im Tiergarten, wo er mit seinem Auto in die Menschenmenge fuhr und anschließend möglicherweise mit einer Stichwaffe angreifte. Die Polizei hatte den Verdächtigen am Sonntagnachmittag aufgespürt, nachdem er sich in der Gegend versteckt hatte.

Der Täter, Abdul B. War im Vorjahr bereits wegen Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Ob er erneut freigekommen ist, bleibt unklar. Die Ermittler untersuchen, ob es Mitwisser gibt. Zudem wird diskutiert, ob der Täter der islamistischen Szene angehört hat. Experten betonen, dass die Sicherheitsmaßnahmen anlässlich des CSD noch nicht vollständig ausgereift waren, was die Zufahrt des Täters ermöglichte. Die politische Wirkung des Anschlags wird nun genauer analysiert.