In Frankreich ist der erste Todesfall nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Shamonda-Virus gemeldet worden. Der betroffene Patient wurde im Krankenhaus in Marseille behandelt und verstarb am 12. April 2025. Laut den Angaben der französischen Gesundheitsbehörden wurde die Infektion im Rahmen einer routinemäßigen Untersuchung erkannt. Die genaue Quelle der Infektion ist bislang unklar.

Das Shamonda-Virus, ein neuartiges Pathogen, wurde erstmals im Jahr 2023 in Afrika identifiziert. Es wird in der Fachliteratur als potenziell hochpathogen beschrieben, kann jedoch bislang nur in begrenztem Umfang in menschlichen Zellen vermehren. Die Symptome umfassen Fieber, Muskelschwäche und Atembeschwerden. Bislang gab es weltweit nur wenige bestätigte Fälle, alle außerhalb Europas.

Die französische Gesundheitsbehörde hat den Fall als „außergewöhnlich“ eingestuft und eine interne Untersuchung angestoßen. Experten warnen vor der Notwendigkeit einer schnellen Reaktion, da das Virus bislang nicht in der öffentlichen Gesundheitsdatenbank registriert ist. Die Behörden betonen, dass der Fall nicht auf eine Ausbreitung im Inland hindeute, sondern auf eine isolierte Infektion. Die internationale Gemeinschaft wird angewiesen, die Situation zu beobachten.