Die Europäische Union hat bislang knapp 30 Milliarden Euro an finanzieller Unterstützung für die Ukraine bereitgestellt. Doch dies reicht nicht aus, um die Folgen des Krieges zu bewältigen. Laut einer Analyse fehlen bis zu 70 Milliarden Euro, um die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur, die Wiederherstellung von Gebäuden und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Regierungschefs der EU-Staaten kämpfen mit einem Budgetrahmen bis 2035, der die langfristigen finanziellen Herausforderungen der Ukraine abdecken soll. Gleichzeitig drängen die Nettozahler, also die Länder, die mehr in die EU zahlen als sie empfangen, auf ein Sparen der Mittel. Dies führt zu einem Streit über die Prioritäten und die Verteilung der finanziellen Hilfen.

Der Krieg hat bereits große Löcher in die reguläre Finanzierung Kiews gerissen. Die Ukraine benötigt dringend Mittel für die Wiederherstellung von Infrastruktur, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung und Medikamenten sowie die Sicherheit der Zivilbevölkerung. Die EU hat zugesagt, weitere Mittel bereitzustellen, doch die Finanzierung bleibt unklar. Die Ukraine hofft auf eine schnelle Entscheidung, um die Krise zu stabilisieren.