Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten in der Provinz Toledo, Spanien, am Mittwoch, wobei mindestens 69 Menschen ums Leben kamen. Die Unfallstelle liegt in der Region Castilla-La Mancha. Die Fahrdatenschreiber wurden aus den Wracks geborgen und sollen die genaue Kollisionssituation rekonstruieren. Ermittler vermuten, dass ein Zug mit bis zu 200 Stundenkilometern auf einen stehenden Zug prallte.
Die Unfallursachen werden nun untersucht. Die Behörden warnen vor gefälschten SMS, die angeblich von der Guardia Civil stammen und die Identifizierung der Toten verlangen. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Ausfall des LZB, Funkanweisungen der Leitstelle in Madrid und eine minutengenaue Rekonstruktion der Ereignisse.
Das Unglück folgt auf ein ähnliches Vorfall im Januar, bei dem 100 Menschen starben. Verkehrsminister Óscar Puente steht unter Druck, da die Spanier das Vertrauen in die Sicherheit des Schienennetzes verlieren. Die Opfer umfassen auch eine 24-jährige Weitspringerin aus Berlin, die zuletzt in der Hauptstadt lebte. Die Suche nach den Verunglückten und die Identifizierung der Toten dauert an.







