Die spanischen Eisenbahnpersonalstreiks sind aufgrund von Personalmangel und Überlastung entstanden. Die Gewerkschaft Semaf hat für November neue Streiks angekündigt. Viele Beschäftigte klagen über Überlastung in den Stellwerken.
Die Streiks folgen auf zwei verheerende Zugunglücke, die das Vertrauen in das Hochgeschwindigkeitsnetz erschütterten. Das erste Unglück ereignete sich im Januar in Adamus, das zweite in der Provinz Toledo. Beide Male kollidierten Hochgeschwindigkeitszüge. In Toledo kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.
Die Ermittler haben die Fahrdatenschreiber in den Wracks geborgen. Die Daten werden ausgewertet, um die Ursachen der Unfälle zu klären. Die Verkehrsministerin Óscar Puente steht unter Druck, da die Bilanz seiner Amtszeit verheerend ist.
Die Opferzahl bleibt bislang unklar. Eine Weitspringerin aus Berlin, Julieta Gallego, war unter den Toten. Die spanischen Medien kritisieren die Regierung und fordern eine gründliche Untersuchung.
Die Streiks und die Unfälle haben das Vertrauen der Bevölkerung in das Eisenbahnwesen erschüttert. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal. Die Regierung hat bisher keine konkreten Maßnahmen angekündigt.








