Die Parlamentswahl in Israel hat keine klare Mehrheit ergeben. Premierminister Benjamin Netanyahu und sein Herausforderer Gadi Eisenkot ringen um die Bildung einer Regierung. Nach Auszählung von mehr als 70 Prozent der Stimmen hat Netanjahu seinen Vorsprung gefestigt. Sein rechtsreligiöser Block erreicht demnach 54 der 120 Sitze in der Knesset. Das Lager um Eisenkot, ehemaliger Militärchef, hat 47 Sitze. Für eine klare Mehrheit sind 61 Sitze nötig.
Die Medien prognostizieren eine Pattsituation. TV-Sender wie Channel 13 und Kan sahen beide Lager bei jeweils 51 Sitzen. Der Sender N12 zeigte Netanyahu mit 52 Sitzen vor Eisenkot mit 49. Die Situation bleibt unklar. Es ist noch nicht bekannt, welcher Kompromiss zwischen den beiden Lagern entstehen wird. Die Regierungsbildung könnte Wochen dauern.
Die Wahl hat keine klare Siegerseite ergeben. Netanyahu, der seit 2009 im Amt ist, muss sich nun erneut um die Unterstützung anderer Parteien bemühen. Eisenkot, ein ehemaliger General, hat sich als Herausforderer positioniert. Die politische Landschaft bleibt ungewiss. Die Regierungsbildung wird eine schwierige Aufgabe.




















