Netanjahu wirft den arabischen Parteien Wahlbetrug vor. Die Likud-Partei des Premierministers Benjamin Netanjahu beschuldigt arabische Wählergruppen, die Wahl „gestohlen“ zu haben. Die Vorwürfe folgen auf die Parlamentswahl in Israel, bei der keine Partei eine klare Mehrheit erzielte.

Die Auszählung der Stimmen ist noch nicht abgeschlossen, doch bereits jetzt ist klar, dass die Regierungsbildung kompliziert sein wird. Netanjahu bleibt im Amt, bis eine Regierung gebildet wird. Die arabischen Parteien haben angeboten, ihre Unterstützung zu leisten, um Netanjahu zu entmachten.

Netanjahu hat nach Auszählung von 77 Prozent der Stimmen seinen Vorsprung gefestigt. Sein Lager erreicht demnach 54 der 120 Sitze in der Knesset. Das gegnerische Lager von Gadi Eisenkot, ehemaligem Militärchef, hat 49 Sitze. Für eine Mehrheit sind 61 Sitze nötig.

Die arabischen Parteien spielen eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung. Ohne ihre Unterstützung könnte Netanjahu nicht bleiben. Gleichzeitig sieht er sich als stärkere Kraft. Die Situation bleibt unklar, und die politische Spannung steigt.

Die Wahl hat Israel in eine politische Blockade gestürzt. Keine Partei hat eine klare Mehrheit. Netanjahu versucht, Abgeordnete aus dem gegnerischen Lager zu überzeugen, mit ihm zu koalieren. Gleichzeitig hält er den Druck auf die arabischen Parteien. Die Regierungsbildung wird eine schwierige Phase sein.