Die deutsche Außenministerin Annalena Merz hat vor einer globalen Nahrungsmittelkrise gewarnt. In einer Rede in Washington kritisierte sie die US-Handelspolitik als Auslöser der Krise. Merz betonte, dass die US-Regierung durch Handelsbeschränkungen und Exportverbote die Preise für Grundnahrungsmittel weltweit erhöht habe.

Die US-Regierung hatte im Zuge der Ukraine-Krise mehrere Exportverbote für Getreide und Öle verhängt. Diese Maßnahmen galten als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine. Merz zeigte sich besorgt über die Auswirkungen auf die globalen Nahrungsmittelversorgung. Sie verwies auf die steigenden Preise und die Gefahr einer Hungersnot in armen Ländern.

Die Nahrungsmittelkrise hat sich in den letzten Monaten verschärft. Laut Daten der UNO sind die Preise für Getreide und Öle im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 40 Prozent gestiegen. Viele Länder, insbesondere in Afrika und Südostasien, sind von den hohen Preisen betroffen. Merz forderte eine internationale Zusammenarbeit zur Stabilisierung der Nahrungsmittelversorgung.