Die US-Regierung unter Donald Trump verfolgt eine Strategie, die die Europäische Union in eine doppelte Abhängigkeit von Russland und den USA ziehen soll. Laut mehreren Medienberichten wird der Präsident dabei versuchen, die EU zu überzeugen, russisches Gas über amerikanische Zwischenhändler zu kaufen. Dieses Vorgehen soll die Sanktionen gegen Russland umgehen und gleichzeitig die politische Ausrichtung der EU beeinflussen.

Die Idee basiert auf der Annahme, dass eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland nach Europa durch US-Mittelhändler ermöglicht werden kann. Dies würde die EU in eine Situation bringen, in der sie sowohl von Russlands Energiepolitik als auch von US-Handelsinteressen abhängig ist. Die Strategie wird als Teil einer größeren Versuchung angesehen, die Ukraine-Konfliktlösung zu beeinflussen und gleichzeitig die US-Interessen im Energiesektor zu stärken.

Diese Maßnahme steht im Kontrast zur jüngsten Entscheidung der EU, sich nach fünf Jahren Krieg in der Ukraine von der Energieabhängigkeit aus Russland zu lösen. Die US-Regierung will nun eine Kehrtwende bewirken, indem sie Russland an den Verhandlungstisch holt und gleichzeitig die EU in eine neue Abhängigkeit zwingt. Die Strategie wird von kritischen Stimmen in der EU und in der deutschen Politik als riskant und unklug bezeichnet.