Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag in Kiew erneut die Unterstützung für die Ukraine unterstrichen und eindringlich an russischen Präsidenten Wladimir Putin appelliert. Während eines Besuchs in der ukrainischen Hauptstadt, die täglich Ziel von russischen Angriffen ist, forderte Merz Putin auf, den Krieg zu beenden. „Herr Putin, hören Sie diesen sinnlosen Krieg auf!“, sagte Merz vor der Ruine der Akademie der Wissenschaften, die vor wenigen Tagen durch einen Drohnenangriff zerstört wurde.

Merz betonte, dass die Bundesrepublik Deutschland weiterhin für die Ukraine steht und weitere militärische Unterstützung bereitstelle. Er versprach, 1 Milliarde Euro für Abfangdrohnen und Waffen größerer Reichweite freizugeben. Zudem bekräftigte er die Hoffnung auf die Auslieferung von Waffen vom Typ Taurus, die die Ukraine in der Verteidigung unterstützen sollen.

Der Besuch in Kiew war Teil einer internationalen diplomatischen Reise, bei der Merz auch mit US- und EU-Vertretern Gespräche führte. Die USA planen neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und Russland, um den Krieg zu beenden. Selenskyj betonte, dass die Gespräche bis Ende Oktober stattfinden sollen. Merz betonte, dass die deutsche Regierung zusammenbleibe und die Sozialreformen weiter vorantreibe.

Der Besuch in Kiew war auch ein Zeichen der Solidarität. Trotz der täglichen Angriffe auf die Stadt zeigte Merz, dass Deutschland die Ukraine weiterhin unterstützt. Er betonte, dass die deutsche Regierung auf der Seite der Ukraine stehe und für Frieden und Sicherheit eintrete.