US-Präsident Donald Trump hat unerwartet die milliardenschwere Militärhilfe an Israel zum Jahresende einstellen. Die Unterstützung, die seit 2019 jährlich in Höhe von vier Milliarden US-Dollar (knapp 3,6 Milliarden Euro) fließt, soll nun vor Ablauf des ursprünglichen Programms enden. Trump gab die Nachricht in einem Telefonat mit dem US-Sender Fox News bekannt. Er behauptete, die Idee stammte von israelischem Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, um eine seit Jahren anhaltende "Verschwendung" an Geldern zu stoppen.

In Israel löst die Ankündigung scharfe Kritik aus. Das Finanzministerium in Jerusalem reagiert mit Unruhe, da die Einstellung der Zuschüsse unerwartet und ohne vorherige Konsultation erfolgt. Netanyahu und Trump seien im Gespräch gewesen, um eine Vereinbarung zu treffen, sagte Trump. Die Hilfsprogramme waren ursprünglich bis 2028 geplant, doch Trump will nun ein deutlich früheres Ende.

Die Entscheidung fällt im Kontext der bevorstehenden Midterms, was einige Analysten als politisch motiviert interpretieren. Die milliardenschwere Unterstützung war ein zentrales Element der US-Israel-Beziehung. Die Einstellung der Zuschüsse könnte langfristige Auswirkungen auf die militärische und wirtschaftliche Stabilität Israels haben. Die genaue Umsetzung und die Folgen der Entscheidung bleiben vorerst unklar.