Der Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Montag eine offizielle Delegation in Kiew besucht, um der Ukraine zusätzliche militärische und finanzielle Unterstützung zuzusichern. Während des Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj betonte Merz die Bedeutung der bilateralen Beziehungen und die Verpflichtung Deutschlands, der Ukraine bei der Bewältigung der militärischen Herausforderungen zu helfen.

Selenskyj drückte seine Hoffnung auf den deutschen Marschflugkörper Taurus aus, der Ziele bis zu 500 Kilometer entfernt präzise treffen kann. Merz bestätigte, dass die Bundesregierung weiterhin an der Auslieferung des Systems arbeitet und zusätzliche Mittel für Abfangdrohnen und Waffen größerer Reichweite bereitstellen wird. Zudem kündigte Merz an, 1 Milliarde Euro für die Sicherung der ukrainischen Grenzen und die Stärkung der Verteidigung zu freigeben.

Der Besuch in Kiew war auch ein politischer Akt, der die innenpolitische Stabilität der Regierung unterstreichen sollte. Merz betonte, dass die Regierungsparteien zusammenbleiben müssen, um die geplanten Sozialreformen umzusetzen. Zudem forderte er Putin auf, den Krieg zu beenden, und betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Haltung gegenüber der Ukraine. Die Reise unterstreicht die strategische Bedeutung der Ukraine für die deutsche Außenpolitik und die kontinuierliche Unterstützung der Bundesregierung.