Die US-Regierung unter Donald Trump hat im Mai 2020 eine Vereinbarung mit Russland getroffen, wonach Millionen Tonnen Diesel aus Russland nach Amerika geliefert werden sollen. Die Ankündigung löste scharfe Kritik in der Ukraine aus. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Deal als „Geschenk an Putin“ und warnte vor einer Verringerung des Drucks auf Russland. Die deutsche Bundesregierung nahm den Deal „zur Kenntnis“, betonte aber, dass Sanktionen bestehen bleiben und die Unterstützung für die Ukraine unverändert ist.
Trump kündigte zunächst mehr als 300.000 Tonnen Diesel an, mit der Aussicht auf weitere Lieferungen. Die Vereinbarung gilt als Kehrtwende, da die USA unter Sanktionen gegen Russland stehen. Laut ukrainischen Angaben könnte der Deal Investitionen in den Krieg fördern. Fachleute betonten, dass die Lieferung den hohen Dieselpreis in den USA kaum beeinflussen werde.
Die EU und ukrainische Regierungsvertreter kritisierten die Vereinbarung als unverantwortlich. Selenskyj warnte, dass der Deal den Druck auf Russland verringern könne. Die Bundesregierung betonte, dass die Ukraine nicht auf russische Lieferungen angewiesen sei. Die USA und Russland verfolgen unterschiedliche Interessen: die USA benötigen billigeren Diesel, Russland will Exporte sichern. Die Ukraine sieht den Deal als Verstoß gegen ihre Interessen.

























