Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten in der spanischen Provinz Toledo, wodurch mindestens 68 Menschen ums Leben kamen. Die Unfallstelle liegt auf der Strecke zwischen Toledo und Andalusien. Laut ersten Erkenntnissen spielte menschliches Versagen eine Rolle. Ein Zug stand still, während der andere mit hoher Geschwindigkeit auf ihn zufuhr. Die Ursache wird noch geklärt, doch erste Hinweise deuten auf eine falsche Freigabe im Kontrollzentrum hin.

Die Gewerkschaft hatte vor dem Unfall Warnungen ausgesprochen, wonach die Strecke unsicher sei. Lokführer hatten angekündigt, wegen unsicherer Verhältnisse zu streiken. Die Regierung reagiert mit Empörung. Der spanische Minister bezeichnete das Unglück als „inakzeptabel für ein Land wie Spanien“. Der König brach eine Militärübung ab, um nach Madrid zu eilen.

Es war das zweite schwere Zugunglück in kurzer Zeit. Vorher hatte ein ähnlicher Unfall in der Region stattgefunden. Die Sicherheit der Schienenverbindungen wird nun unter strenger Kontrolle genommen. Experten untersuchen, warum die Technik den zweiten Zug nicht stoppte. Die Ursache bleibt bislang unklar, doch die Ermittlungen laufen. Die Katastrophe hat die Nation schockiert.